Ti-Tanyen

Mutter-Kind-Club


Mutter-Kind-Club – Programm zur Bekämpfung ernährungsbedingter Kleinkinderkrankungen

Im Jahr 1991 wurde die Station in Ti-Tanyen, einem Dorf mit ca. 3000 Einwohner nördlich der Hauptstadt Port-au-Prince, vom später ermordeten Armenpriester Jean-Marie Vincent gegründet. Von Anfang an unterstützen wir den Gesundheitszweig der Einrichtung.
Ti-Taynen liegt in einer wasserarmen Region, in der die Menschen besonders arm sind und unter großen hygienischen Problemen leiden. Neben den üblichen Tropenkrankheiten stehen mangelernährungsbedingte Erkrankungen in der Behandlungsliste ganz oben. Besonders betroffen sind Kleinkinder. Die Bekämpfung dieser Kleinkinderkrankungen und der hohen Sterblichkeitsrate bei Neugeborenen stellt einen Schwerpunkt der medizinischen Versorgung dar. Das gesamte Personal von der Verwaltungsleitung über Kranken- und Laborschwestern bis zum zweimal in der Woche praktizierenden Arzt sind ausschließlich Haitianer. Sie steuern die Arbeit alleinverantwortlich in Abstimmung mit unserem Projektpartner vor Ort Haiti-Med Haiti. Auf diese Weise kommt der Bevölkerung eine gesundheitliche Versorgung zugute, die den lokalen Anforderungen voll entspricht.

Latrinenbauteile


Latrinenbauteile – Über 1000 Familien besitzen bereits eine eigene Latrine

 

 

 

 

 

 

 

Unsere Projektarbeit im Spiegel der aktuellen und künftigen Anforderungen

  • Im Mutter-Kind Programm werden Kleinkinder vor Mangelernährung bewahrt und medizinisch versorgt
  • Alleinerziehende Frauen erhalten Unterstützung, um ihre eigene Existenz aufzubauen
  • Die Bevölkerung wird über Aids aufgeklärt
    Kinder und Erwachsene, die an Aids erkrankt sind, werden betreut und in Fachprogramme weitergeleitet
  • Impfprogramme, Hygieneprophylaxe, medizinische Hilfe und Versorgung werden i Eigenregie durchgeführt
  • In vier Außenstationen leisten in der Station ausgebildete medizinische Erst-Helfer wertvolle Versorgungsarbeit
  • Jugendliche erhalten eine Ausbildung
  • Die bestehende ambulante Tagesklinik wird zur Klinik mit stationären Charakter umstrukturiert
  • Das Latrinenbauprogramm wird fortgesetzt
  • Eigenbeteiligung statt Almosenverteilung