Paula Iten berichtet aus Haiti

Paula Iten ist unsere Projektleiterin für die Stiftung Hand in Hand, deren Kleinkreditprogramme wir finanziell unterstützen.

Das Jahr 2020 geht langsam aber sicher dem Ende entgegen. Der beiliegende Rundbrief erzählt weiter, wie die Pandemie der Viren in Haiti ihre Kreise zieht:

http://www.erkrath-haiti.de/wp-content/uploads/2020/12/Jahresbericht-Hand-in-Hand-Nov-2020.pdf

In Haiti ist das Virus der Unsicherheit wohl das am schwierigsten zu bewältigende; die Studenten in der Metropole wissen nie, ob sie am Abend wieder nach Hause kommen werden. Auch das Hungergefühl im Bauch war in Haiti schwieriger zu bändigen; bei einer Wirtschaftskrise mit 20% Inflation sind die Lebensmittelpreise in die Höhe geschnellt. Das Coronavirus hingegen konnte einigermassen unter Kontrolle gehalten werden.
Ein neues Jahr, 2021, wird einziehen. Was wird es bringen? Hoffen, dass es besser wird, ist stets die beste Lösung. Doch was, wenn es immer schlimmer wird? Klimakrise! Menschenrechts-Krise! Hungerkrise! Wirtschaftskrise!

Ja, es braucht für uns alle, hier oder dort, Mut und Kraft – Geduld und Überlebenswillen! Wünschen wir uns Allen ein friedvolles und solidarisches 2021.
In dankbarer Verbundenheit grüsst im Namen von Hand in Hand
Paula Iten, Präsidentin

N.B. Eine überraschende Neuigkeit aus Haiti, hinein ins neue Jahr:
Am 8. Dezember hat der neue haitianische Bischof der Diözese Port-de-Paix fürs 2021 Klima / Umwelt zu einer seiner drei Prioritäten gemacht und will dem Aufruf von Laudato Si folgen. Er ruft alle Christen guten Willens, sowie alle Bürger*innen des Nordwestens, Frauen und Männer, Kinder, Jugendliche, alte Menschen auf, Bäume zu pflanzen. – Da heisst es, auf den Zug aufspringen und mitfahren, denn das Klima – die Ökologie – die Umwelt sind schon seit 15 Jahren die Prioritäten von Hand in Hand, im Nordwesten des Landes. Somit ist Zusammenarbeit gefragt! Darauf freut sich Hand in Hand (PI 12. Dez. 2020)